Schreibblockade? Probieren Sie diese 3 Kreativitätstechniken

Schreibblockade? Probieren Sie diese 3 Kreativitätstechniken

Egal in welcher Phase des Schreibprozesses Sie sich befinden – ob Sie noch am Anfang stehen und nach Ideen suchen, eine Schreibblockade überwinden oder Ihrem Text mehr Tiefe verleihen wollen – Kreativitätstechniken können Ihnen helfen diese Hürden zu überwinden. Probieren Sie doch einfach die folgenden drei Kreativitätstechniken aus und sehen Sie selbst!

1. Kreatives Schreiben

kreatives schreibenUnter diesem Begriff werden verschiedene Techniken zusammengefasst, welche die Ideenfindung erleichtern, die Kreativität steigern und gleichzeitig das Sprachgefühl verbessern. Diese Kreativitätstechniken werden häufig in Schreibschulungen für angehende Autoren benutzt. Die wichtigste Grundlage: Lassen Sie sich darauf ein, auf den ersten Blick nichts Sinnvolles zu produzieren.

 

“Schreibübungen für mehr Kreativität und Sprachgefühl”
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Brainstorming

Die wohl bekannteste Übung der Kreativitätstechniken ist das Brainstorming. Hierbei notieren Sie sich alle Wörter, welche Ihnen zu einem vorher ausgewählten Thema in den Sinn kommen. Im weiteren Verlauf kategorisieren Sie diese Begriffe, indem Sie übergeordneten Worte aufschreiben und sie mit Linien verbinden, um die Beziehungen der Kategorien zu versinnbildlichen. So entsteht nach und nach eine komplexe Mindmap, die als Grundlage für Ihre Texte dienen kann.

Freewriting

Freewriting wirkt zunächst ein wenig seltsam. Sie setzen sich vor ein leeres Blatt Papier und beginnen zu schreiben. Was geschrieben wird, ist zunächst egal. Wählen Sie als Grundlage spontan ein Thema oder einzelnes Wort aus und notieren Sie sich alles, was Ihnen dazu einfällt. Der Schreibfluss darf dabei nicht abbrechen. Egal, ob Ihnen nur einzelne Wörter einfallen oder überhaupt nichts, der Stift sollte das Papier nicht verlassen.

Detailtexte

Das Ziel von Kreativitätstechniken ist meist nicht das Verfassen eines vollständigen Textes. Bei der Detailtext-Methode nehmen Sie sich als Basis ein einzelnes Wort, meist ein Objekt, eine Person oder eine Eigenschaft, und beschreiben es in fünf Sätzen. Die dabei angefertigten Textabschnitte können später in ein größeres Werk eingefügt werden.

Reizwortanalyse

Die Reizwortanalyse funktioniert am besten in Gruppen. Ähnlich wie beim Brainstorming werden alle Assoziationen zu einem bestimmten Thema notiert. Im Unterschied zum normalen Brainstorming wird nach einem festgelegten Zeitraum (10 bis 20 Minuten) das Thema gewechselt. Ziel ist es, von einem Thema zum nächsten einen fließenden Übergang zu schaffen und dabei neue Verbindungen zu entdecken. Andere beliebte Kreativitätstechniken für Gruppen sind unter anderen die Disney- oder die 6-3-5-Methode.

2.    Perspektivwechsel

perspektivwechselHäufige Bremsen der Kreativität sind eine eingeschränkte Sichtweise und das Heranziehen bekannter Fakten und Erfahrungen. In vielen Geschichten müssen Sie als Autor in die Perspektive Ihrer Charaktere schlüpfen. Mit Kreativitätstechniken wie dem Perspektivwechsel kann das gut trainiert werden. Was wäre, wenn ich nicht wüsste, was ein Fernseher ist und vor allem, wie man ihn bedient? Das Abschütteln bekannter Muster und das unvoreingenommene Betrachten alltäglicher Dinge kann zu einer ganzen Flut neuer Ideen führen.

3.    Kaskadenfragen

Die Methode der Kaskadenfragen zeigt, dass Kreativitätstechniken auch ganz simpel sein können und Sie nicht immer um die Ecke denken müssen. Mit Hilfe von Kaskadenfragen können ganze Seiten mit Banalitäten gefüllt werden. Besonders Kinder beherrschen sie in Perfektion und gehen Erwachsenen damit häufig auf die Nerven, welche sich schneller mit einer Antwort zufrieden geben. Manchmal ist es sinnvoll, wieder in dieses Muster zu verfallen und einfach immer weiter zu bohren. Wie? Warum? Wieso? Wo? Wann? Weshalb? Jede Frage kann anders beantwortet werden und zieht neue Fragen mit anderen Antworten nach sich. Diese Methode eignet sich besonders gut, um mögliche Fehler im Aufbau Ihres Textes zu finden und von vornherein auszuschließen.

Bei der Anwendung von Kreativitätstechniken ist es außerdem immer wichtig, die aufkommenden Ideen nicht gleich zu werten, sondern alles aufzuschreiben, was Ihnen in den Sinn kommt. Es gilt also Quantität vor Qualität und je mehr, desto besser. Denn so erhöht sich Ihre Chance am Ende auch die eine “gute” Idee aus allen Gedanken herauszufiltern.  Wenn Sie Kreativitätstechniken in einer Gruppe ausprobieren wollen, denken Sie auch hier daran, Ideen Ihrer Mitstreiter nicht gleich zu kritisieren und sie immer ausreden zu lassen.

In der Video-Reihe Schreibtipps unter 5 Minuten gibt Tanja Steinlechner praktische Schreibtipps im Pocket-Format. Hier zum Thema: Schreibblockade überwinden.

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