5 Gründe für tägliches Schreiben

Sie sind bereits Autor und schreiben täglich an Ihren Texten? Dann tun Sie genau das Richtige! Denn Schreiben ist nicht nur ein schönes Hobby und ein guter Nebenverdienst (oder Hauptverdienst), es fördert auch unsere geistige Fitness. Wenn Sie noch nicht schreiben, aber in Ihnen der Autor schlummert und nur auf den richtigen Moment wartet, dann bleibt nur eines zu sagen: Es ist nie zu spät! Also fangen Sie am besten gleich an. Wir liefern Ihnen 5 gute Gründe für tägliches Schreiben. 

1. Ein Weckruf für Ihr Gehirn

Wecker Gehirn SchreibenSie kommen morgens schwer aus dem Bett? Ihr Körper steht schon in der Küche und macht Kaffee, aber ihr Gehirn liegt noch in den Federn? Wäre es nicht schön, wenn Ihr Körper und Ihr Kopf gemeinsam aufwachen würden? Das passiert, wenn Sie sich morgens ein paar Minuten Zeit nehmen und einfach ein paar Sätze niederschreiben. So hat Ihr Geist Gelegenheit, langsam und bewusst in den Tag hinüberzugleiten. Außerdem macht es Spaß und fördert die Kreativität.

So gelingt die Hirn-Gymnastik am Morgen: Legen Sie sich ein paar Überschriften auf losen Zetteln zurecht und ziehen Sie morgens nach dem Aufwachen einfach einen der Zettel nach Zufallsprinzip. Im besten Fall haben Sie auch schon das Schreibmaterial neben Ihrem Bett liegen, dann können Sie gleich loslegen. Sie werden sehen, in Ihrem halbwachen Bewusstsein schlummern viele kreative Gedanken. Die Überschriften dürfen ruhig ein bisschen verrückt sein, denn so wird die Fantasie am meisten angekurbelt. Was wäre, wenn mein Haustier sprechen könnte? Was wäre, wenn ich auf einmal Flügel hätte? Ihnen fallen sicher noch viel mehr Schreibthemen ein, die Sie morgens voller Vorfreude aufwachen lassen.

“Schreiben fördert die geistige Fitness.”
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2. Das eigene Bewusstsein lenken

Morgens ein paar Zeilen zu einem bestimmten Thema zu schreiben ist ein wunderbarer Weg, das Bewusstsein abzulenken und den Kopf nicht sofort von unangenehmen Gedanken überfluten zu lassen. Es bedeutet einen viel angenehmeren Start in den Tag, wenn der Geist in eine positive Richtung gelenkt wird, anstatt sich zu fragen, ob die Milch schon wieder alle ist und die Rechnungen alle bezahlt sind. Nehmen Sie sich positive Themen für Ihre morgendliche Schreibroutine vor. So können Sorgen und unangenehme Überschriften, die sich möglicherweise über Nacht in Ihrem Kopf festgesetzt haben, verpuffen und erst dann wieder auftauchen, wenn Sie selbst fit und wach genug sind – wenn überhaupt.

3. Träume erinnern

Träume erinnern schreibenWer kennt das nicht: Man wacht morgens oder mitten in der Nacht aus einem Traum auf und ist vollkommen benommen. Man kann sich noch so viel Mühe geben, in den meisten Fällen hat man schnell den Faden des Traums verloren und bleibt mit einem zerstreuten Gefühl zurück. Auch für das Erinnern von Träumen kann das Schreiben nach dem Erwachen sehr hilfreich sein. Legen Sie sich Ihre Schreibmaterialien direkt neben Ihr Bett, so sind Sie auch mitten in der Nacht sofort startklar, wenn Sie aus einem Traum erwachen und losschreiben wollen. Menschen, die sich regelmäßig ihre Träume notieren, berichten übrigens, dass ihr Erinnerungsvermögen sich wesentlich verbessert hat.

4. Vokabular erweitern

Besonders Autoren sind auf ein ausgeprägtes Sprachempfinden angewiesen. Ein großes Vokabular ist das Grundwerkzeug eines guten Schriftstellers. In Zeiten, in denen immer schnellere und effizientere Kommunikation verlangt wird, leidet bedauerlicherweise auch das Gespür für Sprache und Text. Das kann problematisch werden, wenn Sie gerade an einem Roman oder an einem Essay schreiben und die Worte, die Sie suchen, zwar in der Peripherie Ihrer Erinnerung herumtanzen, Sie sie aber nicht greifen können. Möglicherweise weichen Sie dann auf ein weniger passendes Wort aus oder müssen zeitaufwendig den Thesaurus bemühen. 

Wenn Sie jeden Tag etwas schreiben, wird Ihnen Ihr Vokabular nicht so schnell abhanden kommen. Über Neues Wort können Sie sich jeden Tag ein neues Fremdwort per E-Mail zuschicken lassen. Versuchen Sie doch einfach, dieses Wort in mindestens ein Schriftstück pro Tag mit einzubauen. Das kann ganz nebenbei auch noch zur Erheiterung zwischen Ihnen und Ihren Mitmenschen beitragen.

5. Ausspeichern

relax schreiben entspannenDer Alltag ist für viele Menschen mit einer hohen Zahl von Pflichten und Verantwortung verbunden. Es wirkt Wunder, sich den Stress der vergangenen Stunden am Abend von der Seele zu schreiben. Eine schöne Alternative ist übrigens auch die umgekehrte Variante: Rufen Sie sich gerade die Momente noch einmal ins Gedächtnis, die an diesem Tag besonders schön waren. So sind die letzten Gedanken vor dem Hinübergleiten in den wohlverdienten Schlaf von positiver und konstruktiver Natur. Probieren Sie es aus, das abendliche Schreiben ist genauso wohltuend wie die abendliche Lektüre. 

Und dann? Self-Publisher werden!

Nun sind Sie überzeugt davon, dass Schreiben gut tut? Dann können Sie jetzt darüber nachdenken, ob Sie Ihre Texte auch veröffentlichen wollen. Natürlich müssen Sie nichts überstürzen – es ist noch kein Autor vom Himmel gefallen – aber wer weiß, vielleicht bringen Sie Ihre Texte von Anfang an in Druckform und haben schon bald Ihr eigenes Buch in der Hand? Wenn sich das gut anfühlt, können Sie immer noch veröffentlichen.

 

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Bilder: www.pexels.com


23.06.2016 zuletzt geändert am: 08.01.2019 • Katharina Fabian
Kategorien: Schreibtipps,
Tags: Buchideen, Inspiration, Schreiben,