Annie Stones Marketing-Tipps Teil 2

Annie Stones Marketing-Tipps Teil 2

Die Erotik-Autorin Annie Stone hat 2014 mit ihren erotischen Liebesromanen die Herzen der Leser und vor allem der Leserinnen im Sturm erobert und sich innerhalb kürzester Zeit eine große Fan-Gemeinde aufgebaut. Wie ihr das gelungen ist und welche Tipps sie für andere Autoren hat, erzählte sie auf der Leipziger Buchmesse. Wir veröffentlichen das Gespräch in zwei Teilen auf unserem Blog. Im zweiten Teil verrät sie, wo sie sich Unterstützung vom Profi sucht und welchen Marketing-Fehler Autoren auf keinen Fall machen sollten. Teil 1 des Interviews ist hier nachzulesen.

Deine Bücher haben tolle Cover und schöne, professionelle Buchtrailer. Machst du das alles selbst?

Das ist ganz unterschiedlich. Das allererste Cover (“Writing her own story“) habe ich vorgefertigt gekauft, die nächsten selbst gemacht und für das letzte habe ich einen Cover-Designer engagiert. Die Buchtrailer produziert Annika Bühnemann für mich.

Was macht für dich ein gutes Cover aus?

Ich mag keine expliziten Cover, auch wenn manche meiner Geschichten sehr explizit sind. Cover sollten die Fantasie anregen, aber nichts vorwegnehmen. Und ich liebe Schrift. Für die Cover, die ich selbst erstellt habe, habe ich stundenlang nach passenden Schriftarten gesucht. Ich suche Fotos aus, die zu den Geschichten passen. Wenn Personen zu sehen sind, lasse ich die Köpfe weg, weil ich nichts vorgeben möchte. Jede Leser*in soll eigene Vorstellungen haben, wie die Protagonisten aussehen. Mit am schönsten finde ich derzeit die Cover von Colleen Hoover, besonders “Ugly Love” und “Confess”: kein Bild, nur Schrift.

Wie lernst du die Profis kennen, die dir bei gewissen Dingen helfen?

Das waren bisher fast alles Empfehlungen von anderen Autorinnen, sowohl die beiden Lektorinnen als auch die Coverdesigner, die ich bisher engagiert habe. Und auf Annika Bühnemann bin ich über ihren Blog Vom Schreiben leben gestoßen. Eigentlich hatte ich sie nur angeschrieben, um zu fragen, ob sie auch Tipps zu Buchtrailern hat. Sie antwortete, dass sie selbst auch Trailererstellung anbietet. Und das war ein glücklicher Zufall, denn ihre Trailer sind wirklich toll und sie schafft es immer wieder, die Essenz meiner Geschichten zu finden.

Du hast ein englisches Pseudonym, deine Bücher haben englische Titel und sie spielen in den USA. Warum so weit weg? Hast du dadurch Vor- oder Nachteile bei der Vermarktung?

Als ich anfing, mich mit dem Erotik-Genre auseinanderzusetzen, gab es nur Bücher von amerikanischen Autor*innen. Auch jetzt kenne ich fast nur deutsche Erotik-Autorinnen mit englischem Pseudonym, wie etwa Katelyn Faith. Hinzu kommt, dass ich 95 % auf Englisch lese. Da war das irgendwie natürlich, ebenfalls ein englisches Pseudonym zu wählen. Die Titel sollten gar nicht unbedingt englisch sein, aber ich finde englische Sätze oftmals prägnanter und unkomplizierter. „Writing her own story“, der Titel meines ersten Buches, hört sich wesentlich interessanter an als „Ihre eigene Geschichte schreiben“ oder ähnliches. Außerdem ist mein großer Traum eine englische Übersetzung und die Eroberung des amerikanischen Buchmarkts!

Dein Marketing- und Social Media-Tipp an alle Nachwuchsautorinnen? Was sollte man unbedingt machen? Und was auf gar keinen Fall?

Am Anfang ist es frustrierend: Man hat eine Facebook-Seite und drei Fans. Der eine bist du selbst und die beiden andere sind deine Mutter und deine beste Freundin. So ging es mir auch. Man versucht regelmäßig zu schreiben, aber es ist mühsam, wenn niemand da ist oder wenn man nicht wirklich etwas zu erzählen hat. Ich wusste am Anfang nicht, was ich da eigentlich tue. Es wurde leichter, als ich die ersten Kommentare bekommen habe. Mein Tipp: Postet regelmäßig, auch wenn ihr euch irgendwas aus den Fingern saugen müsst. Ich versuche einmal am Tag etwas zu schreiben, und mittlerweile habe ich auch immer etwas Neuses: Bücher, Leseproben, Blogartikel etc. Ich persönlich verlinke keine Rezensionen, weder gute noch schlechte. Was man auf keinen Fall tun sollte: Ständig in allen möglichen Gruppen sein Buch promoten – denn das nervt nur.

Mehr zu der Autorin und ihren Büchern auf anniestoneblog.com.