Autoreninterview mit Bernhard Hinze

Autoreninterview mit Bernhard Hinze

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Ich habe als Schüler und später als Jugendlicher schon Gedichte und Kurzgeschichten geschrieben sowie dann im Arbeitsleben immer wieder Angebote und Werbung für den Arbeitgeber verfasst.

Sie haben epubli Ihr Buch »Sehnsucht ist unheilbar« mit auf die Messe gegeben. Wie sind Sie auf die Idee für das Buch gekommen und worum geht es?

Ich habe mir eine Liebesgeschichte von der Seele geschrieben. Als ich Anfang 20 war, hat mich meine große Liebe kurz vor Weihnachten Knall auf Fall verlassen. Das war 1973. Die Erlebnisse wollte ich seitdem in einem Roman verarbeiten. Fast 40 Jahre später ist dieser nun vollendet. Als ich damit anfing, hatte ich noch keine Ahnung, welche Ausmaße es nehmen würde. Beim Druck waren es dann 980 Seiten pure Information. Ich entschloss mich nämlich, nicht nur die Liebesgeschichte zu schreiben, sondern auch Momentaufnahmen meiner Kindheit und Jugend, also einen Zeitblick. Dafür habe ich viele Nach­forschungen betrieben. Je mehr ich herausfand, umso mehr fiel mir selbst wieder ein. Zudem fand ich im Keller viele alte Fotos aus der Kinderzeit, die mir halfen, den Blick in die Vergangenheit zu werfen.

Zum Inhalt: Dies ist die Geschichte eines jungen Mannes, der auf der Suche nach einer wahren, tiefen Partnerschaft ist. Der Liebe und Harmonie sucht. Der Träume, Wünsche, Erinnerungen und Sehnsüchte hat. Nicht nur die Sehnsucht nach einer Partnerin und Liebe, sondern die Sehnsucht nach dem Leben an sich und den Dingen, die dazugehören.
Auf dem Weg dorthin bekommen wir in Rückblenden Einblicke in seine Kindheit, seine Familie, Jugend, Schule und Ausbildung. Wir lernen seine Schwächen und Stärken kennen. Wir bekommen Einblicke in seine Entwicklung und das Leben der 50er, 60er und 70er Jahre.

bernhard hinze sehnsucht ist unheilbar

      Sehnsucht ist unheilbar

  • ISBN: 978-3-7375-7797-7
  • Genre: Belletristik
  • Hardcover: 49,99 €
  • Mehr Infos

Was macht dieses Buch besonders? Für wen ist Ihr Buch die perfekte Lektüre?

Es ist ein Zeitblick in die 1950er, 60er und Anfang der 70er. Dieses sehr persönliche, offene, sexuell sehr freizügige Buch ist für alle Verliebten auf der Welt. Für Abenteurer, Spaßvögel, Ex-Soldaten und Möchtegernplayboys. Für alle, die Pop- und Rockmusik mögen. Für Vergangenheitsforscher und Leute, die Stadtrundfahrten lieben. Für Wissbegierige, die gern noch dazulernen. Eigentlich für alle, die eine neue Form von Roman lesen möchten. Der autobiografische Roman spielt Anfang der 70er-Jahre und ist geprägt durch sehr viel Zeit- und Lokalkolorit. Viele der Lokalitäten, über die hier berichtet wird, wird es heute so oder überhaupt nicht mehr geben.

Haben Sie bereits mehrere Bücher veröffentlicht oder haben Sie welche in der Planung?

Vor dem dicken Wälzer habe ich bei epubli einen kleinen Band mit fünf KurzgeschichtenBunte Mischung«) als Hardcover herausgebracht, weil ich sehen wollte, wie das Buch gedruckt und gebunden aussieht. Dies waren ein paar kleine Geschichten, die ich in den letzten Jahrzehnten für meine Nachttischschublade geschrieben habe.

Gerade arbeite ich an einem fiktiven Liebesroman, der uns in das Gefühlsleben einer jungen Mutter blicken lässt, die nach dem Tod ihres geliebten Mannes ihre vierjährige Tochter durchbringen muss. In Versuchung geführt wird sie durch mehrere Männer, die sie ihrer Schüchternheit und Zurückhaltung entreißen wollen. »Hotdog Sehnsucht« soll Mitte 2017 erscheinen.

Welche Erfahrungen haben Sie bei der Themenfindung, dem Schreiben und Vermarkten Ihres Buches gemacht? Haben Sie Tipps für angehende Autoren?

Mit der Themenfindung habe ich eigentlich keine Probleme. Beim Schreiben habe ich jedoch immer mal Aussetzer und Blockaden, sodass mir nichts mehr einfällt.

Schwierigkeiten habe ich eher beim Vermarkten. Ich habe sehr viel unternommen, um auf meinen Roman aufmerksam zu machen. So habe ich bspw. alle lokalen Zeitungen angeschrieben, weil mein Roman lokale Begebenheiten der letzten 40 bis 60 Jahre enthält. Beim »elbe Wochenblatt« habe ich dann eine Reportage und ein Interview erhalten. Außerdem konnte ich im Internet mehrere Blog-Führer dafür gewinnen, meinen Roman und mich vorzustellen.

Meine Tipps: Versucht mal, etwas über Buchsatz, Rechtschreibung, Layout und Typografie zu lernen. Und dann das Wichtigste: Traut euch ruhig! Nur wer sich wirklich traut, schafft es auch. Wenn alle euch für verrückt halten, lasst euch nicht beeinflussen.

Sie möchten weitere epubli-Autoren kennenlernen? Hier finden Sie eine Übersicht aller Interviews.

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