Autoreninterview mit Birgit Wannhoff

Autoreninterview mit Birgit Wannhoff

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Wenige Zeichen zu aussagekräftigen Worten und Sätzen zusammenzufügen, probierte ich seit Kindheit und Jugend. Vor reichlich 15 Jahren fertigte ich die Übersetzung einer dreibändigen amerikanischen Familiensaga (18./19. Jh.) aus dem Englischen ins Deutsche. In den Verkaufslisten antiquarischer Bücher fand ich erst später die deutschen Fassungen. Es war bewegend, das Alte und Neue nebeneinander zu legen und zu vergleichen. Erscheinen darf das Werk nicht. Doch diese Arbeit darf als Wegbereiter für „After long Darkness“ gelten. In beiden Werken geht es um Familie, Glauben, Vertrauen und um eine vermisste Person. Damit enden die Gemeinsamkeiten.

Sie haben epubli Ihr Buch „After long Darkness – Der Schatten dunkler Stunden“ mit auf die Messe gegeben. Wie sind Sie auf die Idee für das Buch gekommen und worum geht es?

Ich bin Arzthelferin. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass ein Arztroman entstanden ist. Vermisste Personen haben es mir offensichtlich seit meiner Übersetzung angetan. Von Anfang an war mir klar, dass ich Professor Zeggher „verschwinden“ lasse. Doch das ist nur ein Aspekt. Genauso wichtig war mir aufzuzeigen, wie seine beiden langjährigen Freunde mit der belastenden Situation umgehen.

Rechtsanwalt Lennard Maydon in London und vor allem Doktor Philipp Northwood, der als Leiter der Zeggher-Klinik im Schweizerischen Arosa eng mit dem Professor zusammenarbeitet, leiden extrem unter der Ungewissheit. Woran halten sie fest, was gibt ihnen Kraft? Philipps junge Frau Lessia gerät doppelt an ihre Grenzen. Ihr Mann steht durch das Verschwinden des Professors dienstlich massiv unter Druck. Das Erscheinen von Dr. Marla Adams verkompliziert die Lage zusätzlich. Es zeigt, dass jeder Mensch im Leben anderer Spuren hinterlassen kann. Spannend bleibt die Frage, ob sich das Schicksal Zegghers klärt. Über seinem Leben liegt ein dunkler Schatten. Ich entführe den Leser nach Südamerika. Weihnachten erlebt er zum einen in der Schweiz, zum anderen auf einer Farm in Queensland, Australien. „After long Darkness“ ist auch ein Liebesroman. Erotischen Szenen voller Gefühl räume ich Platz ein. Folgerichtig steht am Ende von Band 1 „Der Schatten dunkler Stunden“ die Geburt eines Kindes.

birgit wannhoff after long darkness

      After long Darkness – Der Schatten dunkler Stunden

  • ISBN: 978-3-7418-6368-4
  • Genre: Belletristik
  • Softcover: 14,99 €
  • eBook: 3,99 €
  • Mehr Infos

Was macht dieses Buch besonders? Für wen ist Ihr Buch die perfekte Lektüre?

Ich wollte einen „alltagstauglichen, lebensechten, besonderen“ Roman verfassen. Die Handlung beginnt einige Monate nach Philipps und Lessias Eheschließung. Ich stelle den Alltag in Ehe und Beruf in den Vordergrund. Unaufdringlich und ohne Glaubenskrieg zu führen, positioniere ich Gott zuoberst; ich lebe im christlichen Abendland. Meine Helden setzen sich nach Schicksalsschlägen tiefgründig mit der Frage „Warum?“ auseinander und finden auf ihre Weise Antwort.

Für jeden, der in gleicher Weise sucht und verzweifelt „Warum?“ fragt, kann mein Roman bereichernde Lektüre sein. Wie im wahren Leben entstehen Beziehungen, die sich wieder lösen oder sich wandeln, die manchmal gewaltsam enden. Im Widerspruch dazu scheint jeder Mensch beständig auf der Suche nach immerwährender Geborgenheit und endlosem Lebensglück zu sein. Keinem ist dies beschieden. Ich beschreibe die Normalität, das Auf und Ab, ohne in Langeweile oder Routine zu verfallen.

Haben Sie bereits mehrere Bücher veröffentlicht oder haben Sie welche in der Planung?

Der zweite Band von „After long Darkness“ als direkte Fortsetzung ist zeitgleich mit Band 1 erschienen und trägt den Titel „Der Segen dunkler Stunden“. Weitere Werke sind gegenwärtig nicht geplant. Was in der Zukunft liegt, muss sich zeigen. Schreiben bedeutet für mich Genuss, nicht Fließbandarbeit.

Welche Erfahrungen haben Sie bei der Themenfindung, dem Schreiben und Vermarkten Ihres Buches gemacht? Haben Sie Tipps für angehende Autoren?

Einem angehenden Autor empfehle ich, viele weise Ratgeber ins Boot zu nehmen, die ihn gut kennen und von denen er sachliche Kritik, kundigen Rat und nützliche Hinweise in Sachen Ausdruck und Sprachverständnis verträgt. Was ich persönlich meine klar ausgedrückt zu haben, kann für einen anderen unklar oder rätselhaft formuliert sein. A und O: saubere Recherche und dem Fehlerteufel klare Kampfansage. Da ich mein erstes Werk veröffentlichte, versuche ich selbst auf der Leipziger Buchmesse Vermarktungstipps zu finden. Vorzugsweise mache ich mein Buch auf Lesungen bekannt.

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