Bianca Fritz: Warum ich am Selfpublishing-Preis teilnehme

Noch bis zum 31. Juli 2017 können Sie sich für den Deutschen Selfpublishing-Preis bewerben. Initiiert wurde der Preis von der MVB, dem Selfpublisher-Verband sowie epubli und neobooks. Auf den Gewinner warten neben umfangreichen Marketingleistungen 10.000 Euro Preisgeld. Es gab schon sehr viele Einreichungen, wir haben bei Bianca Fritz nach ihrer Motivation gefragt.

Bianca Fritz: Warum ich am Selfpublishing-Preis teilnehme

Sich nicht für den Selfpublishing-Preis zu bewerben, kam eigentlich überhaupt nicht in Frage. Ich hätte es nahezu fahrlässig gefunden, diese Chance einfach verstreichen zu lassen. Denn der Gewinn des Preises könnte für viele Kinder auf der Flucht einen riesigen Unterschied machen.

Die Anthologie „Fremdsein. 15 Geschichten über ein Gefühl, das verbindet“ habe ich im Oktober 2016 bei epubli herausgegeben. 12 Autorinnen und Autoren, unter anderem bekannte Namen wie Franz Hohler und Felicitas Pommerening, haben Geschichten beigetragen. Das Buch wurde dank eines professionellen Covers und handgezeichneten Initialen zu Beginn jeder Geschichte zu einem echten Schmuckstück.

Jeder Cent unserer Einnahmen fließt direkt an die Hilforganisationen Terre des Hommes und World Vision Schweiz, die das Geld für Hilfsprojekte für Flüchtlingskinder einsetzen. Unter anderem errichten sie Schutzzonen, in denen die Kinder mit psychologischer Betreuung zeichnen, spielen und lernen können.

Das klingt vielleicht wie eine unbedeutende Kleinigkeit, aber genau solche kleinen Dinge können den Unterschied machen zwischen einem traumatisierten Kind, das mit Hass und Rachegefühlen heranwächst, und einem, das sich angenommen fühlt und etwas Positives zurückgeben möchte.

Die Pressearbeit für „Fremdsein“ läuft sehr gut, das Buch wurde schon in zahlreichen Blogs und Medien vorgestellt. Wir profitieren davon, dass wir ein aktuelles Thema aufgegriffen haben, große Namen mit an Bord sind und das Buch für einen guten Zweck verkauft wird.

Auch Lesungen sorgen dafür, dass Monat für Monat Bücher verkauft werden. Trotzdem sind es nur kleine Beträge, die monatlich in die Autorentasche fließen – also in unserem Fall direkt an die Hilfswerke.

fremdsein

   Fremdsein. 15 Geschichten über ein Gefühl, das verbindet

    • ISBN: 978-3-7418-5701-0
    • Genre: Belletristik
    • Taschenbuch: 7,99 €

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Was passiert mit dem Preisgeld?

Der Deutsche Selfpublishing-Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Mir fehlt die Vorstellungskraft, was die Hilfsorganisationen mit diesem Geld anfangen könnten – denn selbstverständlich würde auch das Preisgeld direkt an sie gehen. Daher habe ich einfach mal gefragt. Hier die Beispiele von World Vision:

10.000 Euro könnte man einsetzen für…

  • 175 Baby-Kits für syrische Mütter (in Camps in Syrien und der Türkei). Die Kits beinhalten einen Korb mit Matratze, ein Badewännchen, Strampler, Bodys, Schlafsack, Stiefelchen, Socken, ein Hut, Waschlappen, Badetuch und Decken, sowie ein Hygiene-Kit mit Shampoo, Feuchttüchern, Crème, etc.
  • 700 Decken und 350 Matratzen für 1925 syrische Binnenflüchtlinge (im eigenen Land geflüchtet), die in Flüchtlingscamps in Nordsyrien leben.
  • Und sie decken 1/3 der Kosten für eine Kinderschutzzone, ein geschützter Ort, an dem rund 2000 Kinder spielen, lernen und zur Normalität zurückfinden könne, sowie psychologische Betreuung erhalten.

Kleine, regelmäßige Beträge helfen den Hilfsorganisationen natürlich auch bei ihrer Arbeit für die Flüchtlingshilfe. 10.000 Euro aber würden einen gewaltigen Unterschied machen. Und genau deshalb habe ich Fremdsein selbstverständlich für den Deutschen Selfpublishing-Preis eingereicht und warte nun gespannt, ob wir es auf die Shortlist schaffen, die im September veröffentlicht wird.

“Empathie wecken und ganz konkret helfen: Warum ich mich für den Selfpublishing-Preis bewerbe”
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Was außerdem ganz großartig ist: Mit den 10.000 Euro Preisgeld ist es noch nicht getan. Der Selfpublishing-Preis beinhaltet zudem ein Marketingpaket im Wert von 80.000 Euro, um den Gewinnertitel im Buchhandel bekannt zu machen und fest zu platzieren.

Der Selfpublishing-Preis bringt den Gewinnern also vor allem eines: ganz, ganz viele neue Leserinnen und Leser. Genau das ist es, wovon Selfpublisher träumen, denen der finanzielle Background und die Netzwerk-Power eines Verlages fehlen.

Ich habe eine ziemlich große Vision davon, was passieren könnte, wenn „Fremdsein“ von sehr vielen Menschen gelesen wird. Die Anthologie versammelt 15 Geschichten, die nicht nur vom Fremdsein der Flüchtlinge handeln, sondern auch von dem alltäglichen Fremdsein, das wir alle nachfühlen können. Neben dem Sammeln von Spendengeldern für Flüchtlingskinder ist es das große Ziel des Buches, dass wir alle an unsere Menschlichkeit erinnert werden. Wir haben uns alle schon einmal fremd gefühlt. Genau daran soll uns „Fremdsein“ erinnern. Damit nicht mehr die Angst den Umgang mit Flüchtlingen dominiert, sondern unser Mitgefühl.

Alle Informationen und Termine zum Buch unter: www.fremdsein.net

bianca fritz fremdseinÜber die Autorin:

Bianca Fritz ist Herausgeberin, Initiantin und Mitautorin von „Fremdsein. 15 Geschichten über ein Gefühl, das verbindet“. Beruflich leitet sie die Onlineredaktion eines Schweizer Elternmagazins. Sie lebt mit Mann und Hund in Basel.

 

Der Einsendeschluss rückt näher! Bewerben auch Sie sich noch bis zum 31. Juli 2017 für den Deutschen Selfpublishing-Preis!

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17.07.2017 zuletzt geändert am: 15.01.2019 • epubli
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