Kleider machen Leute – Cover machen Bücher

75 Prozent der Menschen lassen sich beim Buchkauf vom Design des Buchcovers beeinflussen. Das Coverdesign entscheidet schon darüber, ob der Leser das Buch überhaupt in die Hand nimmt. Nur durchschnittlich acht Sekunden schenkt ein Kunde dem Cover eines Buches. Überzeugt dieses, folgen weitere 15 Sekunden für die Rückseite und das Überfliegen des Klappentextes. Ein positiver Gesamteindruck wirkt sich stark auf die Kaufentscheidung aus.

In großen Verlagen beschäftigen sich daher ganze Abteilungen allein mit dem Coverdesign von Neuveröffentlichungen. Was macht also ein gutes Cover aus? Und worauf sollten Sie beim Coverdesign besonders achten?

Machen Sie sich Gedanken – Eine Checkliste

Bevor Sie mit der Gestaltung beginnen, sollten Sie sich über folgende Punkte klar werden:

Was wollen Sie erreichen?

  • Welches Genre bedienen Sie?
  • Wer liest Ihre Bücher und was bewegt Ihre Leser?
  • Was ist die zentrale Aussage Ihres Buches?
  • Welche Stimmung wird erzeugt?

Was gefällt Ihnen generell und was speziell auf den Umschlägen Ihrer Mitautoren?

  • Präferieren Sie auf dem Cover Fotos, Grafiken oder eher reine Farbvariationen / abstrakte Variationen?
  • Welche Farbe soll bei Ihnen dominant sein?
  • Welche Schriftart / Schriftgröße finden Sie ansprechend?
  • Möchten Sie Ihren Namen eher auffällig oder klein darstellen?

Unser Tipp: Lassen Sie sich von unserer Blogreihe “How to – Genre Buchcover erstellen” für Krimis & Thriller, Liebes-, Erotik-, Fantasyromane und Ratgeber inspirieren!

Einfach, stark und symbolisch sollte es sein

Grelle Farben und eine große Schrift sind kein Garant für hohe Verkaufszahlen. Das Cover muss mit dem Inhalt Ihres Buches eine Einheit bilden und dem Leser bereits erste Hinweise darauf geben, was ihn erwartet. Finden Sie ein Symbol für den Inhalt. Erstellen Sie eine Liste verschiedener Symboliken und beginnen Sie mit ein paar Skizzen, die zu Ihrer Handlung passen.

Vermeiden Sie Standardschriften und lange Texte

Verwenden Sie keine Standardschriften (z. B. Arial, Times New Roman) und vermeiden Sie extrem ausgefallene Schriftarten (z. B. Comic Sans). Beides kann Ihr Buch schnell unprofessionell wirken lassen. Für Buchcovers sehr gut geeignete Schriften sind zum Beispiel Baskerville, ChunkFive, League Gothic, Trajan und Franchise. Wenn Sie mehrere Schriftarten kombinieren möchten, sollten Sie sich auf maximal drei beschränken.

“7 Tipps für die Gestaltung eines Buchcovers”
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Ihr Cover muss auch klein gut wirken

In der Online-Welt ist es noch entscheidender, ein attraktives Cover zu haben. Ihr Buch muss sich hier gegen eine Fülle anderer Titel durchsetzen. Die Voransichten sind kaum größer als ein Daumennagel („Thumbnails“) und ohne einen Klick darauf, erfährt der Leser nicht mehr als Titel und Autorenname. Die „Message“ Ihres Covers sollte deshalb auch in Miniaturform wirken.

Verraten Sie nicht zu viel

Vermeiden Sie es, Ihre Protagonisten zu zeigen. Gesicht und Figur Ihrer Hauptperson sollten der Fantasie des Lesers überlassen bleiben. Gesichter wirken auf jede Person anders und können unter Umständen sogar zur Ablehnung Ihres Buches führen. Rücken- und Teilansichten sowie Silhouetten steigern die Neugierde und lassen der Fantasie des Lesers Raum. Dennoch sind Fotos von Gesichtern und Personen nicht vollkommen verboten. Denken Sie an Biografien, die sich mit einem Menschen zentral befassen, oder an historische Sach- und Wissenschaftsbücher, die sich mit Einzelpersonen oder Personengruppen beschäftigen. Besonders gut eignen sich Nahaufnahmen. Schräge Winkel oder Fragmentierungen lassen Ihr Cover zusätzlich lebendiger wirken.

Verwenden Sie hochwertige Bilder & beachten Sie das Copyright

Achten Sie darauf, dass die von Ihnen verwendeten Bilder professionell aussehen und in ausreichender Auflösung vorliegen. Im Internet finden Sie viele sogenannte „Stockimage“ Bildarchive (z. B. iStockphoto.com, Fotolia.de), auf denen Sie Bilder für ein geringes Entgelt herunterladen können. Beachten Sie dabei die Copyright-Bestimmungen. Wenn Sie Ihr Buch veröffentlichen möchten, sollten Sie auf keinen Fall Bilder verwenden, die Sie zum Beispiel in der Google Bildersuche gefunden haben. Viele dieser Bilder sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht kommerziell genutzt werden.

Unser Tipp: Wussten Sie bereits, dass Sie mit dem epubli Cover Designer Ihr Buchcover online selbst gestalten können und dabei Zugriff auf kostenfreie Stock-Bilder haben?

Testen Sie anhand Ihrer Zielgruppe

Generell ist es sinnvoll, Freunde und Familie nach ihrer Einschätzung zu fragen. Eine Grundregel der Covergestaltung ist aber, sich auf seine Zielgruppe zu konzentrieren. Wenn Sie zum Beispiel einen Thriller geschrieben haben, sollten Sie das Cover einem Thriller-Fan zeigen und nicht einem Freund historischer Liebesromane. Die Flexibilität des Self-Publishings ermöglicht es Ihnen, verschiedene Coverversionen Ihrer Publikationen zu testen.

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15.03.2013 zuletzt geändert am: 21.06.2018 • epubli
Kategorien: Design Tipps, Inspiration,
Tags: Buchgestaltung, Cover, Design,