Hashtag für #Autoren - So können sie eingesetzt werden

Die Geschichte des Hashtags ist länger als man glauben mag. Bereits 2007 wurden die ersten Hashtags verwendet. Aber erst seit Twitter 2009 offiziell den Hashtag als Verschlagwortung und Verlinkung von Tweets einführte, ist die Raute ‘#’ mehr als nur ein Symbol. Über sie werden Themen diskutiert und Trends gesetzt, Menschen zusammengeführt und informiert. Inzwischen haben auch andere Dienste wie Google+, Instagram und Facebook die Hashtag-Funktion übernommen. Der Hashtag scheint überall zu sein. Das dachten sich wohl auch Jimmy Fallon und Justin Timberlake und parodierten den Hashtag in einer echten Konversation. Wie und warum Sie als Autor/in Hashtags nutzen sollten, beleuchten wir in diesem Beitrag.

Was ist ein Hashtag?

Hashtags sind Schlagwörter, die dazu dienen, Ihren Beitrag für andere besser auffindbar zu machen. Alle Buchstaben und Zahlen, die direkt nach der Raute ‘#’ folgen, gehören zum Hashtag (z. B. #SelfPublishing). Sonderzeichen hingen unterbrechen bzw. beenden einen Hashtag
(z. B. #Self-Publishing. Hier würde nur ‘Self’ verlinkt werden). Die Groß- oder Kleinschreibung von Wörtern findet in der Suche keine Beachtung, hilft aber beim Lesen und Entziffern des Hashtags. Twitter, Facebook & Co. verlinken Hashtags automatisch, sodass Sie beim Klicken des Links eine Liste aller (aktueller) Beiträge mit dem verwendeten Hashtag angezeigt bekommen.

Über den Hashtag #epubli können Sie beispielsweise andere epubli-Autoren ausfindig machen und sich mit ihnen vernetzten. So sehen die Suchergebnisse nach #epubli auf Twitter aus:

Auch bei Facebook verwendet epubli die Hashtag-Funktion, wie in folgendem Post zum Adventskalender:

epubli Facebook-Post Adventskalender

Klicken Sie auf einen dieser Hashtags, sehen Sie alle aktuellen Facebook-Beiträge, in denen dieser Hashtag verwendet haben – also nicht nur Beiträge von epubli.

Genauso lassen sich Hashtags auch auf Pinterest, Instagram und Google+ wiederfinden.

Die richtigen Hashtags finden

Durch die Nutzung von Hashtags können Sie als Autor/in an bestehenden Diskussionen rund um ein Thema teilnehmen, von anderen entdeckt werden und somit Ihre Reichweite steigern. Durch Twitter selbst können Sie sich die aktuellen Trendwörter nach Ländern und Orten anzeigen lassen. Diese Übersicht findet sich zumeist links unten neben Ihrer Twitterwall. Verfolgen Sie diese Trends, um sich ggf. an Gesprächen anschließen zu können, in deren Themengebieten Sie Experte sind.

Weiterhin haben Sie de Möglichkeit Ihren eigenen Hashtag zu etablieren, z. B. zu Ihrem Buch oder Ihrer Buchserie. Überprüfen Sie vor dem ersten Gebrauch, dass dieser noch nicht existiert. Dazu können Sie zum einen, die Twittersuche benutzen oder zum anderen Tools wie Topsy. Unter der Verlinkung Ihres Hashtags finden Ihre Leser dann alle zugehörigen Beiträge (auf Facebook nur die aktuellsten). epubli verwendete in diesem Sinne beispielsweise #epublifbf13 für alle epubli-Beiträge zur Frankfurter Buchmesse 2013.

Bei der Beantwortung von grundlegenden Fragen, die Sie sich bei der Hahstag-Verwendung stellen sollten, hilft Ihnen die Infografik von Twitter. Neben Topsy gibt es noch weitere hilfreiche Tools zur Analyse von Trends und Ihren Hashtags wie Hshtags und Tweetdeck – mehr hier.

Fehler vermeiden

Bitte nicht übereifrig werden! Auch wenn das Setzten von Hashtags dem einen oder anderen großen Spaß macht: Zu viele Hashtags in einem Beitrag beeinflussen die Übersichtlichkeit und Lesbarkeit! Setzen Sie Hashtags gezielt und sparsam ein.

Die Lesbarkeit wird auch durch die Länge des Hashtags beeinflusst. Kaum jemand wird sich die Mühe machen #juhuichbinendlichmitdemschreibenmeinesbuchesfertig zu entziffern.

Jeder Hashtag sollte klaren Bezug zu Ihrem Beitrag haben. Das Verwenden von populären oder eigenen Hashtags ohne Zusammenhang zu Ihrem Inhalt kommt bei Ihren Fans und Followern sicherlich nicht gut an.

Apropos populäre Hashtags: Es ist ratsam, jeden Hashtag vor der Verwendung zu überprüfen. Indem Sie diese vorher selbst suchen, können Sie einen Fauxpas wie folgenden vermeiden: Bei einem Gerichtsverfahren wurde eine Frau 2011 aufgrund mangelnder Beweise am Tod ihrer Tochter freigesprochen. Viele Twitterer beteiligten sich darauf an der #notguilty-Diskussion. Das Unternehmen Entenmann’s verwendete ebenfalls den Hashtag #notguilty, jedoch in keinem Zusammenhang zu dem Gerichtsurteil. Ob Absicht oder nicht, viele Twitter-Nutzer reagierten empört und mit Beschimpfungen. Entenmann’s entschuldigte sich daraufhin schnell für die unbeabsichtigte Referenz.

Die besten Hashtags für Autoren

Vor allem im englischsprachigen Raum haben sich über die Jahre viele Hashtags für Autoren etabliert. Diese werden vornehmlich auf Twitter, dem “Ursprungsland des Hashtags”, verwendet. So gibt es Hashtags für die verschiedenen Genres, zum Vernetzen mit anderen Autoren und Lesern sowie Brancheninformationen. Aus einzelnen Hashtags haben sich zudem regelmäßige, meist wöchentlich stattfindende Twitter-Chats entwickelt, z. B. sonntags 21-22 Uhr MEZ unter #writechat Rund um das Thema Schreiben. Eine Übersicht über die wichtigsten englischen Hashtags für Autoren geben Ihnen beispielsweise author media und publishing talk.

Für deutsche Autoren empfehlen wir zum Beispiel:

#selfpublishing, #eBook, #Buch, #Buchtipp, #Leseprobe, #schreiben,  #Schreibtipp, #Autor, #Roman, #Krimi, #Kurzgeschichte, #Bestseller, #Buchmesse, #Lesung, #Autoreninterview, #indieautoren, #Fanfiktion

 

Was sind Ihre Erfahrungen mit Hashtags? Welche Hashtags benutzen Sie als Autor/in am häufigsten? Haben Sie bereits einen eigenen Hashtag erfolgreich etablieren können?

 

Quellen: t3n Hashtag Analyse-Tools, onlinemarketing.de, Twitter Blog, author media, publishing talk


12.12.2013 zuletzt geändert am: 31.07.2018 • epubli
Kategorien: Social Media, vermarkten,
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