Litcamp17 in Heidelberg – Unser Rückblick

Litcamp17 in Heidelberg – Unser Rückblick

Am Wochenende des 24./25.06.2017 fand in Heidelberg zum zweiten Mal das Litcamp statt. Als Barcamp, also als offene Tagung mit Workshops, Vorträgen und Diskussionsrunden, dient es insbesondere dem inhaltlichen Austausch rund um das Thema Literatur und ermöglicht es den Teilnehmern, sich zu vernetzen, Themen anzustoßen, die ihnen am Herzen liegen, und sich weiterzubilden.

“So war das Litcamp17 in Heidelberg!”
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Wer war beim Litcamp17?

Insgesamt 220 Teilnehmer, darunter Autoren und Leser, Buchhändler, Lektoren, Blogger, Booktuber, Verlagsleute und Selfpublisher, ein Einhorn, die Kollegen von neobooks und natürlich epubli.

 

Welche Themen haben das Litcamp bewegt?

Das Themenspektrum der insgesamt 90 Sessions war äußerst breit. Viele Vorträge waren insbesondere für Autoren konzipiert und behandelten unter anderem die Themen Selbstorganisation, Schreibhandwerk und den künstlerischen Prozess.

In diesem Rahmen erfreute sich auch der Expertenvortrag von  Tanja vom Schreibhain großer Beliebtheit. Die “alten Hasen” konnten den Branchen-Neulingen viele wertvolle Tipps mit auf den Weg geben, so auch Tanjas Eindruck:

“Das Litcamp bot vor allem jungen Autoren eine interessante Möglichkeit, um sich in der Branche zu orientieren.“

Ein großes Thema war Marketing für Autoren. So wurde beispielsweise über Gendermarketing im Buchhandel sowie Dos & Don’ts auf den unterschiedlichen Social Media Plattformen diskutiert. Richtig genutzt, bieten diese sehr viel Potential für Autoren, fand auch Bloggerin Jasmin Zipperling:

“Die Session „Mein Twitter-Manifest“ von Benjamin Spang hat mir als leidenschaftliche Twitterina sehr gefallen. Der Vortrag war durchdacht, gut strukturiert und die TeilnehmerInnen konnten nachvollziehen, warum manche Tweets erfolgreicher sind als andere.”

Ähnliches berichtete auch Uwe Hauck, der nach einem Suizidversuch aus der geschlossenen Psychatrie nur über Twitter mit der Außenwelt kommunizieren konnte. Ein Literaturagent wurde durch seine Tweets auf ihn aufmerksam und überzeugte ihn davon, seine Erlebnisse aufzuschreiben: So wurde Hauck zum Erfolgsautor bei Lübbe.

Auch die Möglichkeiten, die die unterschiedlichen Veröffentlichungsmodalitäten – vorneweg Self-Publishing – Autoren bieten, waren immer wieder Thema. Einige teilnehmende Autoren hingegen haben ihre Titel bereits verlagsunabhängig herausgegeben, viele spielen mit dem Gedanken oder sind bereits in der Planung.

So hielt der Berliner Krimi-Autor Martin Krist eine Session zum Thema “Wie mutig sind Verlage noch?” und zeigte auf, warum er nach 20 Jahren als Verlagsautor seinen nächsten Thriller im Self-Publishing veröffentlichen möchte:

“Self-Publishing bietet mir als Autor mehr Freiheiten, vor allem jederzeit vollen Einfluß auf das Gesamtprodukt, außerdem eine schnelle Reaktionszeit in jeder Hinsicht.”

Unser Fazit?

Das Litcamp bietet eine tolle Möglichkeit, sich zu vernetzen, kontrovers zu diskutieren und einen Eindruck davon zu bekommen, was die Branche und die, die sie aktiv mitgestalten, bewegt. Merken Sie sich schon jetzt den Termin für das kommende Litcamp am 16. & 17. Juni 2018 vor!

Weitere Eindrücke vom Litcamp sind in den zahlreichen Blogartikeln der Teilnehmer zu finden sowie auf Twitter unter dem Hashtag #litcamp17.

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