4 Tipps – Pressearbeit für Self-Publisher

4 Tipps – Pressearbeit für Self-Publisher

Ein gutes Medienecho kann sich positiv auf Ihre Buchverkäufe auswirken. Neben der Ansprache der eigenen Zielgruppe durch diverse Marketingmaßnahmen sollten Self-Publisher die Pressearbeit nicht vernachlässigen. In diesem Beitrag finden Sie vier wichtige Tipps für Ihre Pressearbeit sowie Praxiserfahrungen von epubli-Autorin Margret Haider.

1. Professionalität ist gefragt!

Um aus der Fülle an Neuveröffentlichungen herauszustechen, sollten Self-Publisher stets professionell auftreten. Das bezieht sich nicht nur auf die Ansprache der Journalisten sondern auch auf Ihr Buch selbst: Gestalten Sie ein professionelles Buchcover, z. B. mit dem epubli Cover Designer, und prüfen Sie die Grammatik und Rechtschreibung Ihres Buchtextes sorgfältig, indem Sie ein Lektorat/Korrektorat buchen.

2. Presseverteiler erstellen & Netzwerk aufbauen

Überlegen Sie sich, welche Art von Zeitungen, Zeitschriften etc. Ihre Zielgruppe rezipieren, bevor Sie diese recherchieren und konkrete Ansprechpartner in einer Übersicht notieren. Insbesondere bei regionalen Zeitungen haben Sie höhere Chancen auf eine Berichterstattung. Ausführliche Tipps zur Kontaktaufnahme mit Journalisten finden Sie in diesem Beitrag. Knüpfen Sie außerdem auf Veranstaltungen, wie regionalen Buchmessen, Kontakte zu Pressevertretern und bauen Sie sich nach und nach Ihr Netzwerk auf.

3. Pressemappe bereithalten

Es empfiehlt sich, Ihre wichtigsten Pressematerialien immer parat zu haben, sollte Sie jemand danach fragen. Eine solche Pressemappe muss nicht physisch, sondern kann auch digital auf Ihrem Computer vorliegen. Dazu gehört unter anderen ein Inhaltsverzeichnis aller enthaltenen Dateien, aktuelle Pressemitteilungen, Autoren-Fotos sowie Abbildungen des Buchcovers in ausreichender Druck- und Webqualität, eine (Kurz-)Biografie, Ihre Kontaktdaten inkl. Social Media-Kanäle, Angaben zu Ihrem Buch wie Inhalt, Auflage, Preis, Kaufmöglichkeiten sowie ggf. Leseproben, Auszüge aus Rezensionen sowie Erfolge (z. B. Bestseller oder gewonnener Literaturwettbewerb/-preis). Als Zip-Datei können Sie diese auf Anfrage versenden oder auf Ihrer Webseite sowohl einzeln als auch gesammelt zum Download auf einer angelegten Presseseite anbieten. Beachten Sie bitte, dass Sie über die nötigen Rechte für Texte und Bilder verfügen.

4. Frühzeitig beginnen

Denken Sie nicht erst nach Ihrer Buchveröffentlichung an Pressearbeit und Marketingmaßnahmen!  Kündigen Sie Ihre Publikation beispielsweise mittels Pressemitteilung rechtzeitig an. Mehr Relevanz erzeugen Sie unter anderem, indem Sie Ihr Buch in eine thematisch passende Veranstaltung einbetten, zu der Sie Journalisten einladen.

“Pressearbeit – Praxistipps von epubli-Autorin Margret Haider”
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Praxistipps von epubli-Autorin Margret Haider

tuppertante mecky haider

Frau Haider, mit Ihrem Buch “Das aufregende Leben einer ‘Tuppertante’” haben Sie es bereits mehrmals in die Presse geschafft, zuletzt in die Frauen-Zeitschriften “Meins” und “Maxi”. Wie gehen Sie bei der Ansprache von der Presse und Journalisten vor? Haben Sie sich mit der Zeit einen eigenen Presseverteiler erstellt?

Ich habe mich selber bei einigen Zeitungen gemeldet, aber immer in Verbindung mit 50 Jahren Tupperware. Dabei habe ich auch immer ein Buch an die Journalistin geschickt, somit kannte sie dann mein Leben.

 

Kümmern Sie sich selbstständig um Ihre Pressearbeit oder haben Sie sich Unterstützung gesucht?

Bis jetzt habe ich mir  noch keine Hilfe gesucht. Vielleicht werde ich es einmal versuchen.

Ist es auch schon vorgekommen, dass Pressevertreter auf Sie zukamen und um ein Interview oder eine Berichterstattung baten?

Ja, die Zeitschriften hatten sich alle bei mir gemeldet, aufgrund von alten Verbindungen. Dann wurde ich im Verlag weitergereicht.

Ihr Buch “Das aufregende Leben einer ‘Tuppertante’” erschien bereits im Jahr 2013 und wird auch jetzt noch, vier Jahre später, in der Presse aufgegriffen, wie die aktuellen Artikel zeigen. Wie erklären Sie sich das? 

Ich bin sicher, dass mir die 50 Jahre Tupperware helfen. Ohne die aktive Verbindung zu Tupperware hätte ich bestimmt einen anderen Buchtitel nehmen müssen.  Ich habe das Glück, dass ich durch Tupperware und die Spenden-Aktion “Weihnachten im Schuhkarton” recht bekannt bin und die Lüneburger Zeitungen schon oft über mich geschrieben haben. Als das Tupperbuch erschienen ist, berichteten sie auch darüber. Die Journalistin von der Landeszeitung Lüneburg hat zum Bauerverlag gewechselt und sich bei den Themen: “Oma erzähl doch mal” und “Mein Job läßt mich nicht los” wieder an mich erinnert. So nahm das Ganze seinen Lauf.

Berichten Sie bitte einmal von den Besuchen der Zeitschriften “Meins” und “Maxi”! Wie liefen die Vorbereitungen, die Kommunikation mit den Pressevertretern und die Interviews vor Ort ab?

Die Personen von jeder Zeitung oder Zeitschrift kamen zu mir nach Hause. Meistens zu zweit: Die Journalistin und ein Fotograf. Das Fotoshooting dauerte zwischen 1,5 und 2,5 Stunden. Am längsten war jedoch die Bildzeitung bei mir. Nun hoffe ich natürlich, dass sie demnächst auch einen Artikel über mich drucken.

Welche Tipps können Sie anderen Self-Publishern bezüglich der Pressearbeit mit auf den Weg geben? Gibt es etwas, was Autoren unbedingt machen bzw. lieber lassen sollten?

Wichtig ist, dass man selber rege ist. Autoren sollten viele Bücher verschicken und auch nachhaken, wenn sich nichts tut. Selbstvertrauen und der Glaube an sich selbst ist wichtig. Außerdem müssen Autoren lernen, auf andere Menschen zuzugehen, zum Beispiel auf Buchhändler oder bei Lesungen.

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