Quellenangaben und Fußnoten richtig verwenden

Quellenangaben und Fußnoten richtig verwenden

Nach einer erfolgreichen Recherche gilt es die gewonnenen Erkenntnisse in Ihrem Text zu verarbeiten. Als Sachbuch- oder Fachbuch-Autor greifen Sie dazu womöglich früher oder später auch auf Wissen von anderen Autoren oder Personen zurück, welches jedoch mit Literaturquellen belegt werden muss. Dabei müssen Sie einige Aspekte beachten. Darum haben wir hier die wichtigsten Grundlagen für Sie im Überblick!

Warum muss ich Quellen angeben?

Als Experte haben Sie sich umfangreiches Wissen bezüglich eines Themas oder auf einem Fachgebiet angeeignet, welches Sie in Ihrem Buch verarbeiten können. Wenn Sie in Ihrem Sach- oder Fachbuch jedoch ebenso Wissen von Dritten verwenden, müssen Sie diese Textpassagen mit einer Quellenangabe belegen, zum Beispiel beim Anführen von Statistiken oder Studienergebnissen. Unerlässlich ist die Nennung des Autors weiterhin beim Einbinden von wörtlichen Zitaten. Geschieht dies nicht, begehen Sie ein Plagiat. Die Angabe von Quellen ist außerdem für Ihre Leser sehr nützlich, wenn diese sich beispielsweise näher mit einem genannten Aspekt beschäftigen möchten.

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Wie gebe ich Quellen richtig an?

In der Wissenschaft existieren zahlreiche, verschiedene Zitierweisen. Welche Sie in Ihrem Buch anwenden, können Sie für sich selbst entscheiden. Das wichtigste ist, dass Sie den gewählten Stil im ganzen Buch beibehalten, d. h. die Quellenangabe immer auf die gleiche Weise erfolgt. Gegebenenfalls hat sich auch bereits auf Ihrem Fachgebiet eine bestimmte Zitierweise etabliert, auf die Sie zurückgreifen können.

Grundsätzlich wird zwischen sinngemäßen und wörtlichen Zitaten unterschieden. Während Sie beim sinngemäßen Zitieren die Aussage eines Dritten in eigenen Worten wiedergeben, fügen Sie ein wörtliches Zitat unverändert in Anführungszeichen an. Letztere sollten Sie nur sparsam einsetzen. Weiterhin wird meist wird zwischen der amerikanischen und der deutschen Zitierweise differenziert. Bei der amerikanischen Variante, auch Harvard-Zitierweise genannt, geben Sie die Quellen in Klammern direkt im Text an:

  • Sinngemäßes Zitat, Option 1:
    Vor dem Lesen eines Buches weiß niemand, ob es ihm gefällt (Vgl. Mustermann 2010, S. 18).
  • Sinngemäßes Zitat, Option 2:
    Mustermann (2010, S. 18) behauptet, dass vor dem Lesen eines Buches niemand weiß, ob es ihm gefällt.
  • Wörtliches Zitat:
    “Niemand weiß, ob ihm ein Buch gefällt, bevor er es nicht gelesen hat” (Mustermann 2010, S. 18).

Bei der deutschen Belegweise erfolgt die Quellenangabe hingegen in den Fußnoten einer Seite. Dazu wird im Text nach Satzende der entsprechenden Textstelle ein Fußnoten-Verweis eingefügt. Verwenden Sie die Fußnoten-Funktion Ihres Schreibprogramms, um Fußnoten zu erzeugen und diese automatisch zu nummerieren:

¹ Vgl. Mustermann (2010), S. 18.
² Mustermann (2010), S. 18.

Fußnoten können Sie außerdem bzw. bei der Haravard-Zitierweise ausschließlich für ergänzende Anmerkungen verwenden, z. B. für kurze (!) Erläuterungen, weiterführende Literatur, Verweise auf andere Kapitel oder den Anhang. Längere Textpassagen gehören nicht in die Fußnoten!

¹ Vgl. Mustermann (2010), S. 18. Für eine kompakte Übersicht siehe auch Müller/Meyer (2012).
² Siehe hierzu auch Kapitel 3.4.

Alle im Text bzw. in den Fußnoten genannten Quellen müssen Sie am Ende Ihres Buches ausführlich in einem Literaturverzeichnis darstellen. Nur so können Leser ihren Ursprung verfolgen und auf Wunsch etwas nachschlagen. Auch für die Darstellung von Quellenverzeichnissen existiert eine Reihe verschiedener Schreibweisen, welche Sie insbesondere im wissenschaftlichen Kontext im Internet nachschlagen können.

Literaturverwaltungssoftware – Quellenangaben leicht gemacht 

Wenn es Ihnen manuelle Quellenangaben zu mühselig sind, können Sie auf eine Literaturverwaltungssoftware zurückgreifen. In derartige Programme speisen Sie einmal alle Literaturquellen ausführlich ein. Bei Büchern reicht meist die Eingabe der ISBN, um das Werk in Ihre Literaturübersicht aufzunehmen. Zur besseren Verwaltung können Sie die Titel außerdem häufig gruppieren, mit Schlagworten versehen, Notizen hinzufügen u.v.m.. Sobald Ihr Schreibdokument mit der Software verknüpft ist, können Sie aus einer umfangreichen Liste einen Zitierstil wählen oder einen eigenen anlegen. Mit wenigen Klicks können Sie anschließend die gewünschten Quellen in das Dokument einfügen. Das Quellenverzeichnis wird dabei automatisch für Sie angelegt. Entscheiden Sie sich zu einem späteren Zeitpunkt für eine andere Belegweise für Ihre Quellen, ändern Sie einfach Ihre Voreinstellungen. Alle bisherigen Quellenangaben und -verzeichnisse werden automatisch dem neuen Stil angepasst.

Zu den bekannten Literaturverwaltungsprogrammen zählen unter anderen Citavi, EndNote und Zotero. Einen aktuellen und umfangreichen Vergleich dieser und weiterer Software bietet die Technische Universität München. So finden Sie die passende Literaturverwaltungssoftware für Ihre Bedürfnisse als Autor.

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